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CMD Behandlung - Symptome, Diagnostik & Schiene

Kieferorthopaede Koeln - JUST KFO - Dr. Steinmaier + Kollegen - CMD Craniomandibulaere Dysfunktion

Die Funktion des Kiefergelenkes und des Kauapparates

Neben der Ästhetik steht bei uns die Behandlung funktioneller Störungen vor allem der Kraniomandibulären Dysfunktion CMD, also des Kauapparates und Kiefergelenks im Mittelpunkt. Die Kau- und Kiefergelenkfunktion ist unmittelbar mit der Funktion des Halte- und Stützapparates, des muskuloskelettalen Systems, verbunden.

CMD – craniomandibuläre Dysfunktion

Cranium (=Schädel) und Mandibula (=Unterkieferknochen) stehen miteinander in einer funktionellen Beziehung. Das Kauorgan stellt dabei eine Einheit aus Zähnen, dem Zahnhalteapparat, den Kiefergelenken sowie den Kaumuskeln und Nerven dar. Wenn das Zusammenspiel dieser einzelnen Komponenten gestört ist, sprechen wir von einer Dysfunktion

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CMD Behandlung in Köln Rodenkirchen - Aufbiss­schiene und fest­sitzende Aufbisse

Zur Therapie setzen wir Okklusionsschienen und/oder festsitzende Aufbisse ein. Je nach Krankheitsbild ergänzen wir, als CMD Spezialist Köln, die Therapie durch Verfahren der manuellen Medizin und osteopathischen Medizin, der Akupunktur, der medikamentösen und orthomolekularen Therapie und arbeiten eng mit Manualmedizinern und Physiotherapeuten zusammen für Ihre CMD Behandlung.

Kieferorthopaede Koeln - JUST KFO - Dr. Steinmaier + Kollegen - Labor - Aufbissschiene CMD

Mobilisation der Kiefergelenke durch den Patienten

CMD Diagnostik – wir machen Ihr Gelenk sichtbar

In unserer Praxis führen wir als CMD-Spezialist in Köln ausführliche Untersuchungen des craniomandibulären und muskuloskelettalen Systems durch. Unser Anliegen ist es, möglichst viele diagnostische Puzzleteile zusammenzuführen, um anschließend eine fundierte Kausaltherapie durchzuführen.

Was genau ist CMD?

CMD steht für „Craniomandibuläre Dysfunktion“. Es handelt sich um eine Funktionstörung des Kausystems im Bereich der Kiefergelenke und der Kiefermuskulatur, die oft mit Kieferschmerzen und Einschränkungen beim Kauen, Sprechen und Öffnen des Mundes einhergeht. Ursachen können unter anderem Zahnfehlstellungen, Stress, Muskelverspannungen oder Verletzungen sein. Die CMD Behandlung umfasst eine Reihe von Maßnahmen wie Physiotherapie, Entspannungsübungen, Schmerztherapie und gegebenenfalls auch eine Anpassung der Zahnstellung durch eine Zahnschiene oder eine kieferorthopädische Behandlung.

Wie macht sich CMD bemerkbar?

CMD kann sich auf verschiedene Weise bemerkbar machen, aber die häufigsten CMD Symptome sind:

  1. Schmerzen im Bereich des Kiefers, des Gesichts, des Nackens oder der Ohren

  2. Einschränkungen beim Öffnen des Mundes

  3. Knackgeräusche beim Kauen oder Sprechen

  4. Muskelverspannungen im Kopf- und Nackenbereich

  5. Kopfschmerzen, Ohrenschmerzen oder Zahnschmerzen, die keine erkennbare Ursache haben

  6. Kiefergelenkgeräusche wie Knirschen, Knacken oder Reiben.

Manche Menschen mit Craniomandibulärer Dysfunktion berichten auch von folgenden Symptomen: Schwindel, Tinnitus, Schlafstörungen oder Problemen mit der Haltung und der Wirbelsäule. Die CMD Symptome können sich je nach Ausprägung und Ursache der Krankheit unterscheiden.

Kann man CMD selbst heilen?

Es gibt keine einfache Antwort darauf, ob man CMD selbst heilen kann, da die Behandlung von verschiedenen Faktoren abhängt, einschließlich der Ursache und Schwere der Erkrankung sowie den individuellen Symptomen und Bedürfnissen des Patienten und der Patientinnen.

Es ist jedoch unwahrscheinlich, dass eine Craniomandibuläre Dysfunktion ohne professionelle medizinische Hilfe vollständig geheilt werden kann. Es gibt jedoch verschiedene Maßnahmen, die helfen können, die Symptome zu reduzieren und das Fortschreiten der Erkrankung zu verlangsamen. Dazu gehören zum Beispiel das Vermeiden von übermäßigem Kiefergebrauch, Stressabbau, Entspannungsübungen, eine gesunde Ernährung und ausreichend Schlaf.

Wie lange dauert es bis CMD geheilt ist?

Die Dauer der CMD Behandlung hängt von verschiedenen Faktoren ab, einschließlich der Ursache und Schwere der Erkrankung sowie den individuellen Symptomen und Bedürfnissen des Patienten und der Patientinnen.

Es gibt keine einheitliche Heilungsdauer, da die Behandlung in der Regel darauf abzielt, die Symptome zu reduzieren und das Fortschreiten der Erkrankung zu verlangsamen. In einigen Fällen können die Symptome nach einigen Wochen oder Monaten der Behandlung deutlich verbessert werden. In anderen Fällen kann die Behandlung durch den CMD Spezialist Köln jedoch länger dauern, insbesondere wenn die Erkrankung chronisch ist oder schwerwiegende Komplikationen verursacht hat.

Ist CMD schmerzhaft?

Ja, CMD kann sehr schmerzhaft sein. Zu den häufigsten Symptomen gehören Schmerzen im Kieferbereich, Kopfschmerzen, Gesichtsschmerzen und Ohrenschmerzen. Diese Schmerzen können sich verschlimmern, wenn der Kiefer bewegt wird oder wenn Druck auf den Kiefer ausgeübt wird, zum Beispiel beim Kauen oder Zähneknirschen.

Einige Patientinnen und Patienten erleben auch Muskelverspannungen oder Muskelkrämpfe im Kiefer- und Nackenbereich, was zu weiteren Schmerzen führen kann. In einigen Fällen kann die Craniomandibuläre Dysfunktion auch zu Zahnbeschwerden oder Zahnschmerzen führen.

Es ist wichtig, bei anhaltenden Kiefer-, Kopf- oder Gesichtsschmerzen einen qualifizierten Kieferorthopäden aufzusuchen, um eine genaue Diagnose und geeignete CMD Therapie zu erhalten.

Welche Medikamente helfen bei CMD?

Bei der CMD Behandlung kommen unterschiedliche Therapieansätze zum Einsatz, die je nach Ursache, Schwere der Erkrankung und den individuellen Symptomen des Patienten variieren. Eine Möglichkeit sind Schmerztherapien, die dazu beitragen, Schmerzen und Muskelverspannungen temporär zu lindern.

Ein weiterer Ansatz umfasst die Anwendung von Arzneimitteln, die zur Entspannung der Muskulatur beitragen und dadurch Muskelverspannungen im Kieferbereich reduzieren. Zudem können in manchen Fällen Präparate verwendet werden, die Schmerzen und Muskelverspannungen im Kieferbereich verringern und gleichzeitig Stress abbauen.

Falls der Patient unter Ängsten oder Schlafstörungen leidet, können bestimmte Mittel eingesetzt werden, um die Symptome zu lindern. Allerdings sollten solche Präparate nur kurzfristig und unter ärztlicher Kontrolle verwendet werden.

Es ist wichtig, darauf hinzuweisen, dass pharmakologische Therapieansätze lediglich einen Teil einer umfassenden CMD Behandlung darstellen und nicht in jedem Fall erforderlich sind. Eine langfristige Anwendung von Schmerztherapien oder muskelentspannenden Mitteln kann unerwünschte Nebenwirkungen haben und sollte deshalb ausschließlich unter ärztlicher Aufsicht erfolgen.

Ist CMD psychisch?

Eine Craniomandibuläre Dysfunktion hat in vielen Fällen eine multifaktorielle Ursache, wobei sowohl physische als auch psychische Faktoren eine Rolle spielen können. Stress, Angstzustände, Depressionen und andere emotionale Belastungen können dazu beitragen, CMD zu verschlimmern oder zu verursachen.

Eine erhöhte Anspannung im Kiefer- und Nackenbereich, die bei Stress oder Angstzuständen auftreten kann, kann zu einer Überbeanspruchung der Kiefermuskulatur führen und somit eine Craniomandibuläre Dysfunktion verursachen oder verschlimmern.

Es ist jedoch wichtig zu betonen, dass es sich um keine rein psychische Erkrankung ist und eine organische Ursache haben kann, z.B. aufgrund von Zahnfehlstellungen, Traumata oder anderen körperlichen Faktoren. Eine ganzheitliche Behandlung sollte daher physische und psychische Aspekte gleichermaßen berücksichtigen.

Es kann hilfreich sein, Stressmanagement-Techniken wie Entspannungsübungen, Meditation, Yoga oder Psychotherapie in die CMD Therapie einzubeziehen, um die emotionalen Faktoren, die zur Erkrankung beitragen können, zu adressieren.

Was passiert wenn man CMD nicht behandelt?

Wenn eine Craniomandibuläre Dysfunktion nicht behandelt wird, können sich die Symptome im Laufe der Zeit verschlimmern und zu ernsthaften Komplikationen führen. Die Schmerzen im Kiefer- und Kopfbereich können chronisch werden und sich auf andere Körperbereiche ausbreiten, wie z.B. den Nacken, den Rücken und die Schultern.

Eine unbehandelte Craniomandibuläre Dysfunktion kann die Kieferbeweglichkeit verschlechtern, was zu Schwierigkeiten beim Kauen, Sprechen und Öffnen des Mundes führen kann. Eine Craniomandibuläre Dysfunktion kann auch dazu führen, dass die Zähne schneller abgenutzt werden und das Risiko von Zahnverlust erhöht wird. In einigen Fällen kann CMD zu Ohrgeräuschen wie Tinnitus führen. Schlafstörungen und psychische Belastungen können die Lebensqualität des Patienten beeinträchtigen. Es ist daher wichtig, eine rechtzeitige Diagnose und CMD Behandlung sicherzustellen, um langfristige Schäden und Komplikationen zu vermeiden.

CMD Therapie: Schmerzfreiheit und verbesserte Lebensqualität

Die Craniomandibuläre Dysfunktion (CMD) ist eine Erkrankung, die Schmerzen im Kiefergelenk und in der umgebenden Kaumuskulatur verursachen kann. Die CMD Therapie zielt darauf ab, die CMD Symptome zu lindern und die Ursachen der Erkrankung zu beheben, indem sie verschiedene Behandlungsansätze wie Physiotherapie, Schienentherapie, medikamentöse Therapie, Stressbewältigung, kieferorthopädische Behandlung und in seltenen Fällen chirurgische Eingriffe kombiniert. Es ist wichtig, bei anhaltenden oder sich verschlimmernden CMD-Symptomen einen spezialisierten Facharzt oder CMD Spezialisten aufzusuchen, um eine genaue Diagnose und einen individuellen Behandlungsplan zu erhalten.

Neben professioneller Behandlung können Betroffene auch Selbsthilfemaßnahmen ergreifen, um die Symptome zu lindern, wie zum Beispiel Wärme- oder Kälteanwendungen, eine weiche Kost, das Vermeiden von schlechten Gewohnheiten und regelmäßige Pausen mit Dehnübungen. Durch eine Kombination aus professioneller Behandlung und Selbsthilfemaßnahmen können Betroffene ihre Schmerzen und Beschwerden reduzieren und ihre Lebensqualität langfristig verbessern.

Wie schlimm kann CMD werden?

Eine Craniomandibuläre Dysfunktion (CMD) kann in verschiedenen Schweregraden auftreten und reicht von milden Symptomen bis hin zu schwerwiegenden Auswirkungen auf die Lebensqualität der Patienten. In einigen Fällen kann eine CMD zu chronischen Schmerzen, Einschränkungen der Kieferbeweglichkeit, Zahnverschleiß, Tinnitus und Schlafstörungen führen. Wenn die Craniomandibuläre Dysfunktion unbehandelt bleibt, können die Symptome im Laufe der Zeit chronisch werden und zu weiteren Komplikationen führen.

In seltenen Fällen kann eine CMD zu schweren Funktionsstörungen des Kiefergelenks führen, wie beispielsweise einer Diskusverlagerung oder einem Gelenkverschleiß. Diese können dauerhafte Einschränkungen der Kieferbeweglichkeit und Schmerzen verursachen.

Es ist wichtig zu beachten, dass die Schwere der Erkrankung von verschiedenen Faktoren abhängt, darunter die Ursache, die Dauer der Erkrankung, die individuellen Symptome und die Reaktion der Patienten auf die Behandlung. Eine frühzeitige Diagnose und gezielte CMD Therapie kann dazu beitragen, langfristige Schäden und Komplikationen zu vermeiden und die Lebensqualität der Betroffenen zu verbessern.

Was zahlt die Krankenkasse bei CMD?

Die Kostenübernahme für die CMD Behandlung durch die Krankenkasse hängt von verschiedenen Faktoren ab, wie der Art und Schwere der Erkrankung, der gewählten Behandlungsmethode und den individuellen Versicherungsbedingungen. Grundsätzlich übernehmen die gesetzlichen Krankenkassen in Deutschland einen Teil der Kosten für die Behandlung, wenn eine medizinische Notwendigkeit besteht.

Eine spezielle CMD Behandlung wird in der Regel nur durchgeführt, wenn konservative Behandlungsmethoden wie Physiotherapie, Schmerztherapie oder Aufbissschienen nicht ausreichend sind. In schweren Fällen kann auch eine operative Therapie notwendig werden.

Die gesetzlichen Krankenkassen übernehmen die Kosten für die CMD Behandlung nur in bestimmten Fällen und in begrenztem Umfang. Private Krankenversicherungen können andere Bedingungen und Leistungen anbieten. Es ist daher ratsam, sich im Vorfeld genau über die Bedingungen und Leistungen der eigenen Krankenkasse zu informieren und gegebenenfalls eine Kostenübernahmeerklärung einzuholen.

Es ist wichtig zu beachten, dass die Kostenübernahme für die CMD Behandlung von Fall zu Fall unterschiedlich sein kann. Eine genaue Auskunft kann nur von der Krankenkasse oder dem behandelnden Arzt erteilt werden.

Welche Sportart bei CMD?

Bei CMD empfiehlt es sich, auf Sportarten zu achten, die die Kiefergelenke nicht übermäßig belasten und die Kiefermuskulatur nicht überbeanspruchen. Sanfte Sportarten, die die Körperhaltung verbessern und Verspannungen lösen können, sind besonders empfehlenswert. Hier sind einige Sportarten, die für Menschen mit einer Craniomandibulären Dysfunktion geeignet sein können:

  1. Schwimmen: Schwimmen ist eine hervorragende Sportart für Menschen mit CMD, da es gelenkschonend und entspannend für den Körper ist.

  2. Yoga: Yoga ist eine sanfte Sportart, die dazu beitragen kann, Verspannungen im Körper zu lösen und die Körperhaltung zu verbessern.

  3. Pilates: Pilates ist eine weitere sanfte Sportart, die zur Verbesserung der Körperhaltung beitragen kann.

  4. Radfahren: Radfahren ist eine gelenkschonende Sportart, die dazu beitragen kann, die Muskeln zu stärken und Verspannungen zu lösen.

  5. Nordic Walking: Nordic Walking ist eine sanfte Form des Gehens, die durch den Einsatz von Stöcken zusätzliche Muskelgruppen aktiviert und die Körperhaltung verbessern kann.

Es ist jedoch wichtig zu beachten, dass jeder Mensch unterschiedlich ist und nicht alle Sportarten für jeden Menschen gleichermaßen geeignet sind. Vor der Aufnahme einer neuen Sportart sollte daher ein Arzt oder Physiotherapeut konsultiert werden, um die Eignung zu überprüfen und ggf. individuelle Empfehlungen zu erhalten.

Was macht der Neurologe bei CMD?

Craniomandibuläre Dysfunktion ist eine Erkrankung des Kiefergelenks und des umliegenden Gewebes. In der Regel wird die Diagnose und Behandlung von einem Kieferorthopäden übernommen. In einigen Fällen kann jedoch auch ein Neurologe in die Behandlung von CMD eingebunden werden.

Ein Neurologe ist ein Facharzt für Erkrankungen des Nervensystems und kann bei einer CMD Therapie hinzugezogen werden, wenn die Symptome über das Kiefergelenk hinausgehen und neurologische Ursachen vermutet werden. Eine neurologische Untersuchung kann dazu beitragen, andere Erkrankungen auszuschließen oder eine genaue Diagnose zu stellen.

Bei Verdacht auf neurologische Ursachen können folgende Untersuchungen durchgeführt werden:

  1. Elektromyographie (EMG): Eine EMG-Untersuchung kann helfen, die Aktivität der Muskeln zu messen und abnormale Muskelaktivitäten im Zusammenhang mit CMD aufzudecken.

  2. Elektroneurographie (ENG): Eine ENG-Untersuchung kann dazu beitragen, Nervenschäden zu erkennen.

  3. Kernspintomographie (MRT): Eine MRT-Untersuchung kann hilfreich sein, um Schäden am Kiefergelenk und den umliegenden Strukturen zu erkennen und eine genaue Diagnose zu stellen.

Es ist wichtig zu beachten, dass die Einbindung eines Neurologen in die CMD Behandlung von verschiedenen Faktoren abhängt und von Fall zu Fall unterschiedlich sein kann. Eine genaue Auskunft kann nur von den behandelnden Ärzten gegeben werden.

Kann jeder Zahnarzt CMD behandeln?

Während grundsätzlich jeder behandelnde Zahnarzt in der Lage ist, eine Craniomandibuläre Dysfunktion zu behandeln, verfügen CMD Spezialisten aufgrund ihrer spezialisierten Ausbildung und Erfahrung oft über tiefere Kenntnisse in der Diagnose und Behandlung. Kieferorthopäden haben eine zusätzliche Ausbildung in der Behandlung von Kiefergelenkserkrankungen und haben daher eine breitere Expertise im Umgang mit einer Craniomandibulären Dysfunktion. Sie verfügen über eine spezialisierte Ausstattung wie beispielsweise Kiefergelenksonographie oder Röntgenverfahren, um eine Craniomandibuläre Dysfunktion effektiv zu diagnostizieren und zu behandeln.

Daher empfehlen viele Experten, sich bei Verdacht an einen erfahrenen Kieferorthopäden zu wenden, um eine genaue Diagnose und effektive Behandlung zu gewährleisten. Kieferorthopäden können eine umfassende Untersuchung durchführen und eine individuell auf den Patienten abgestimmte Therapie entwickeln, um die Symptome zu lindern und langfristige Schäden zu vermeiden.

Kann der Hausarzt CMD verschreiben?

Der Hausarzt kann CMD nicht direkt verschreiben, da es sich um eine Erkrankung des Kiefergelenks und des umliegenden Gewebes handelt und in der Regel von einem behandelden Zahnarzt oder einem Kieferorthopäden diagnostiziert und behandelt wird.

Wenn ein Patient jedoch an Symptomen leidet, die auf eine Craniomandibuläre Dysfunktion hinweisen, kann der Hausarzt den Patienten an einen entsprechenden Facharzt wie einen behandelden Zahnarzt oder Kieferorthopäden überweisen. Der behandelnde CMD Zahnarzt oder CMD Spezialist kann dann eine umfassende Untersuchung durchführen, eine genaue Diagnose stellen und eine geeignete CMD Therapie einleiten.

Der Hausarzt kann jedoch eine wichtige Rolle bei der CMD Behandlung spielen, insbesondere wenn die Symptome mit anderen Erkrankungen oder Faktoren wie Stress oder psychischen Problemen zusammenhängen. In diesem Fall kann der Hausarzt eine ganzheitliche Behandlung planen und gegebenenfalls weitere Spezialisten wie einen Psychologen oder Physiotherapeuten hinzuziehen, um eine umfassende Therapie zu gewährleisten.

Wie oft darf ein Zahnarzt CMD verschreiben?

CMD kann nicht direkt verschrieben werden, da CMD keine Medikamente oder Heilmittel sind, sondern eine Erkrankung des Kiefergelenks und des umliegenden Gewebes. Ein Zahnarzt oder Kieferorthopäde kann jedoch eine Diagnose stellen und eine geeignete Behandlung einleiten.

Die Häufigkeit, mit der ein Zahnarzt oder Kieferorthopäde eine craniomandibuläre Dysfunktion (CMD) diagnostizieren und behandeln kann, hängt von verschiedenen Faktoren ab, wie z.B. der Anzahl der Patienten, die die Praxis aufsuchen, der Schwere des Beschwerdebilds und der Erfahrung sowie Qualifikation des behandelnden Zahnarztes oder Kieferorthopäden.

In der Regel gibt es keine Beschränkungen für die Anzahl der CMD Behandlungen, die ein Zahnarzt oder Kieferorthopäde durchführen darf. Die Behandlung wird individuell auf den Patienten abgestimmt und kann je nach Schwere der Erkrankung und anderen Faktoren unterschiedlich lang dauern. Der Zahnarzt oder Kieferorthopäde wird jedoch regelmäßige Kontrolluntersuchungen durchführen, um den Fortschritt der Behandlung zu überwachen und gegebenenfalls Anpassungen vorzunehmen.

Wie wird CMD diagnostiziert?

Eine craniomandibuläre Dysfunktion (CMD) wird am besten von einem erfahrenen Kieferorthopäden / CMD Spezialisten in Köln diagnostiziert, da er über spezielle Kenntnisse und Fertigkeiten verfügt, um die Erkrankung effektiv zu identifizieren und zu behandeln.

Die Diagnose erfolgt in der Regel durch eine umfassende Untersuchung des Kiefergelenks, der Kiefermuskulatur und der Zähne. Der Kieferorthopäde kann dabei verschiedene diagnostische Verfahren einsetzen, wie z.B. die klinische Untersuchung, bildgebende Verfahren wie Röntgen oder MRT, und Funktionstests wie beispielsweise Kiefergelenksonographie oder elektronische Muskelanalyse.

Es ist wichtig zu beachten, dass eine craniomandibuläre Dysfunktion eine komplexe Erkrankung mit vielfältigen Dysbalancen ist, die oft schwer zu diagnostizieren ist. Ein erfahrener Kieferorthopäde mit speziellen Kenntnissen und Fertigkeiten kann jedoch eine genaue Diagnose stellen und eine individuell auf den Patienten abgestimmte Behandlung entwickeln, um die Symptome der craniomandibulären Dysfunktion zu lindern und die langfristigen Auswirkungen der Erkrankung zu minimieren.

Warum bekommt man CMD?

Die genauen Ursachen von CMD (Craniomandibuläre Dysfunktion) sind noch nicht vollständig erforscht. Es wird angenommen, dass eine Kombination von Faktoren zur Entstehung beitragen kann. Hier sind einige mögliche Ursachen:

  1. Stress: Stress kann die Muskelspannung erhöhen und zu Verspannungen im Kieferbereich führen.

    • Zahnfehlstellungen: Eine schlechte Okklusion oder Fehlstellungen der Zähne oder des Kiefers können dazu führen, dass der Kiefer überlastet wird.

    • Übermäßiges Zähneknirschen oder -pressen: Das ständige Zusammenpressen oder Reiben der Zähne kann zu einer Überlastung der Kaumuskulatur und des Kiefergelenks führen.

    • Verletzungen oder Traumata: Verletzungen oder Traumata des Kiefergelenks oder der Kaumuskulatur.

    • Arthritis: Entzündliche Erkrankungen wie Arthritis können die Kiefergelenke betreffen.

Es ist wichtig zu beachten, dass eine craniomandibuläre Dysfunktion eine komplexe Erkrankung ist und dass die Ursachen von Person zu Person unterschiedlich sein können.

Wie kann man die Kiefermuskulatur entspannen?

Es gibt mehrere Möglichkeiten, die Kiefermuskulatur zu entspannen:

  1. Wärmeanwendungen: Eine Wärmebehandlung kann die Durchblutung im Kieferbereich erhöhen und Verspannungen in der Muskulatur lösen. Dazu kann man beispielsweise ein warmes Handtuch auf das Gesicht legen oder eine Wärmflasche verwenden.

    • Massage: Eine sanfte Massage im Kieferbereich kann helfen, die Muskulatur zu lockern und Verspannungen zu lösen.

    • Entspannungsübungen: Entspannungsübungen wie Yoga, Atemübungen oder Progressive Muskelentspannung können Stress und Anspannung im Körper reduzieren, auch im Kieferbereich.

    • Physiotherapie: Ein Physiotherapeut kann spezielle Techniken einsetzen, um die Kiefermuskulatur zu dehnen und zu lockern.

    • Vermeiden von Triggerfaktoren: Um die Kiefermuskulatur zu entspannen, ist es wichtig, Triggerfaktoren wie Zähneknirschen, Kieferpressen oder Kaugummi-Kauen zu vermeiden.

    • Mundschutz: Ein vom CMD Zahnarzt individuell angepasster Mundschutz kann helfen, Zähneknirschen und Kieferpressen zu reduzieren und dadurch die Kiefermuskulatur zu entlasten.

Wenn Selbsthilfemaßnahmen allein nicht ausreichen, kann eine individuell angepasste Aufbissschiene die Kiefermuskulatur zusätzlich entlasten – sprechen Sie uns gerne an.

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