Behandlungsbeispiel: CMD-Schmerzen mit digital gefertigter Schiene gelindert

21.07.2026Dr. Julia Steinmaierca. 2 Min. Lesezeit

Die Ausgangssituation

Eine Patientin kam mit wiederkehrenden Kiefer- und Gesichtsschmerzen, morgendlichem Kieferknacken und Verspannungen im Nacken zu uns. Nachts knirschte sie mit den Zähnen – ein typisches Bild einer craniomandibulären Dysfunktion (CMD), bei der Kiefergelenk und Kaumuskulatur aus dem Gleichgewicht geraten sind.

Die Diagnostik: digital statt Abdruck

Statt eines klassischen Abdrucks haben wir das Kausystem vollständig digital erfasst: Intraoralscan, Funktionsanalyse und digitale Kiefergelenkvermessung. So ließ sich präzise bestimmen, wo die Fehlbelastung entsteht und wie eine Schiene die Kiefergelenke gezielt entlasten muss.

Die Behandlung mit individueller Okklusionsschiene

Auf Basis der digitalen Planung fertigte unser praxiseigenes Meisterlabor eine individuelle Okklusionsschiene – passgenau und auf die Belastungssituation der Patientin abgestimmt. In mehreren kurzen Kontrollterminen wurde die Schiene feinjustiert. Dieselbe Schienen- und Laborkompetenz setzen wir übrigens auch bei Schnarchen & Schlafapnoe ein.

Das Ergebnis

Nach wenigen Wochen ließen die Schmerzen deutlich nach, das Kieferknacken wurde seltener, und die nächtliche Anspannung ging spürbar zurück. Die Patientin trägt die Schiene weiterhin zur Stabilisierung – bei deutlich mehr Lebensqualität.

Warum wir diesen Fall zeigen

Er zeigt, dass sich CMD-Beschwerden mit einer sauber geplanten, individuell gefertigten Schiene oft schonend lindern lassen – ohne vorschnelle, invasive Eingriffe. Voraussetzung ist eine gründliche Funktionsdiagnostik. Mehr dazu auf unserer Seite zur CMD-Schmerztherapie in Köln. Die fachliche Grundlage beschreibt unsere Fachpublikation Digitale Okklusionsschienen bei CMD.

Hinweis: Behandlungsverläufe sind individuell; dieses Beispiel beschreibt einen realen, dokumentierten Fall und stellt kein Behandlungsversprechen dar.

Häufig gestellte Fragen / FAQ zur CMD-Schiene

Was ist eine CMD- bzw. Aufbissschiene?

Eine individuell gefertigte Schiene, die Kiefergelenke und Kaumuskulatur entlastet, Fehlbelastungen ausgleicht und die Zähne vor nächtlichem Knirschen (Bruxismus) schützt. Sie wird meist nachts getragen.

Hilft eine Schiene wirklich gegen Kieferschmerzen und Knacken?

Bei muskulär und okklusal bedingter CMD ist die Schienentherapie eine bewährte, wenig invasive Erstmaßnahme. Entscheidend ist, dass die Schiene nach genauer Funktionsanalyse geplant und regelmäßig kontrolliert und nachjustiert wird.

Wie lange muss ich die Schiene tragen?

Das ist individuell. Häufig bringt schon das nächtliche Tragen über einige Wochen deutliche Besserung; zur Stabilisierung wird die Schiene oft längerfristig weitergetragen.

Übernimmt die Krankenkasse die Kosten?

Bei medizinisch begründeter Funktionsstörung beteiligen sich gesetzliche und private Kassen je nach Diagnose und Tarif häufig an einer funktionstherapeutischen Schiene. Wir klären das im Beratungsgespräch transparent mit Ihnen.

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Über die Autorin

Dr. Julia Steinmaier

Fachzahnärztin für Kieferorthopädie. Inhaberin von JUST KFO in Köln, gefragte Referentin und Autorin, die regelmäßig in Fachpublikationen und Medien auftritt.

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