Millionen Menschen in Deutschland leiden zumindest zeitweise unter Kiefergelenkschmerzen. Und auch die Anzahl der Personen, die dauerhaft Schmerzen im Kiefergelenk haben, ist sehr groß. Doch was können Auslöser für die Schmerzen sein, und wie lassen sie sich in den Griff bekommen? Mit unserer CMD-Schmerztherapie gehen wir den Ursachen gezielt auf den Grund.
Hier erfahren Sie, welche Ursachen Kiefergelenkschmerzen haben können und welche Maßnahmen sofort und langfristig Linderung verschaffen.
Die Experten der Praxis JUST KFO in Köln sind gerne für Sie da, um Ihre Kiefergelenkschmerzen zu bekämpfen. Dafür bieten sich verschiedene Vorgehensweisen an.
Welche Ursachen können Kiefergelenkschmerzen haben?
Schmerzen im Kiefergelenk können verschiedene Ursachen haben. Recht häufig liegt eine craniomandibuläre Dysfunktion (CMD) vor. Das ist eine Erkrankung des Kauapparats, bei dem das Zusammenspiel von Gelenken, Muskeln und Sehnen gestört ist.
Vorsichtigen Schätzungen zufolge hat jeder zehnte Erwachsene CMD und die entsprechenden Symptome. Dazu gehören unter anderem Schmerzen in den Kiefergelenken. Auch lässt sich der Kiefer eventuell nur eingeschränkt öffnen und verursacht beim Öffnen und Schließen knackende und reibende Geräusche.
Weitere Symptome von CMD können ein Ausstrahlen der Schmerzen in andere Teile des Kopfes sowie in Schultern, Nacken, Rücken und Halswirbelsäule sein. Ebenso kann es zu Schwindel und einem Tinnitus kommen.
Kiefergelenkschmerzen können auch zahnmedizinische Ursachen haben. Beispielsweise kann ein Problem mit den Weisheitszähnen vorliegen. Wenn die Zähne beim Durchbrechen nicht genug Platz haben oder entzündet sind, kann auch der Kiefer davon betroffen sein.
Auch kann eine Verletzung oder ein Unfall Schmerzen im Kiefergelenk verursachen – ebenso wie eine Überlastung des Kiefers. Ein häufiger Grund ist Stress. Dabei sind die Kiefermuskeln ständig angespannt, was über einen längeren Zeitraum für Schmerzen sorgt.
Weitere mögliche Gründe für Kiefergelenkschmerzen sind eine Nebenhöhlenentzündung und neurologische Erkrankungen wie eine Trigeminusneuralgie.
Um Schmerzen im Kiefer wirksam zu behandeln, ist es essenziell, ihnen auf den Grund zu gehen. Erst wenn bekannt ist, welche Ursachen die Schmerzen haben, können die entsprechenden Maßnahmen ergriffen werden.
Es gibt jedoch einige Methoden, mit denen Sie Kiefergelenkschmerzen zumindest für den Moment lindern können.
Welche Maßnahmen kann ich sofort ergreifen, um die Schmerzen zu bekämpfen?
Eine oftmals wirksame Sofortmaßnahme gegen Schmerzen im Kiefergelenk ist die Einnahme schmerzstillender Mittel. Medikamente wie Ibuprofen, Paracetamol und Aspirin sind rezeptfrei in der Apotheke erhältlich.
Allerdings ist die Einnahme solcher Arzneimittel keinesfalls mit der langfristigen Behandlung von Kiefergelenkschmerzen zu verwechseln. Es geht dabei lediglich darum, den Schmerz kurzfristig auszuschalten.
Manchmal helfen bei der Bekämpfung der Kiefergelenkschmerzen auch Übungen zum Entspannen. Damit lockern Sie die Muskulatur rund um Ihre Kiefergelenke. Bei Verspannungen in der Muskulatur kann auch Wärme (z.B. mit einer Rotlichtlampe) kurzfristig helfen.
Empfehlenswert ist es ebenfalls, auf das Kauen von harten oder zähen Lebensmitteln zu verzichten. Auch diese Maßnahme trägt zur Entspannung der Kaumuskeln bei.
Wann sollte ich bei Kieferschmerzen einen Arzt aufsuchen?
Ärztlichen Rat sollten Sie einholen, wenn Sie plötzlich starke Schmerzen im Kieferbereich verspüren. Auch wenn Sie eine Schwellung oder eine Rötung bemerken, ist der Besuch einer Arztpraxis empfehlenswert. Gleiches gilt, wenn es schwer oder gar nicht möglich ist, den Mund zu öffnen.
Bei leichten Schmerzen ist es nicht unbedingt notwendig, sofort zum Zahnarzt oder zum Kieferorthopäden zu gehen. Dauern die Schmerzen jedoch länger als eine Woche, dann ist eine Untersuchung anzuraten.
Die meisten Probleme mit den Kiefergelenken können mit der passenden Therapie in den Griff bekommen werden. Dafür ist es jedoch wichtig, dass die Diagnose frühzeitig erfolgt. Dadurch lassen sich Komplikationen vermeiden, und die Behandlung kann reibungslos durchgeführt werden.
Wenden Sie sich gerne an die Praxis JUST KFO, wenn Sie unter Kiefergelenkschmerzen leiden. Mit einer professionellen Diagnostik stellen wir den Grund für die Schmerzen im Kiefer fest und entwickeln einen wirksamen Behandlungsplan.
Über unsere Webseite können Sie gleich online einen Termin ausmachen.
Welche langfristigen Lösungen gibt es gegen Kiefergelenkschmerzen?
Wenn die Schmerzen im Kiefer nicht nachlassen, ist eine Behandlung notwendig, die sie dauerhaft verschwinden lässt. Wie die Maßnahmen aussehen, hängt entscheidend von der Ursache ab. Nach einer eingehenden Untersuchung beim Zahnarzt und/oder beim Kieferorthopäden steht meist fest, was die Kiefergelenkschmerzen verursacht.
Bei der CMD-Behandlung kommt in den meisten Fällen eine Okklusionsschiene zum Einsatz. Auch ein festsitzender Aufbiss ist möglich, um die Störung der Kiefergelenke zu beheben.
Gut zu wissen: Schienen kommen nicht nur bei CMD zum Einsatz – auch nächtliches Schnarchen und leichte Schlafapnoe lassen sich mit einer individuell angepassten Schnarchschiene bei Schlafapnoe wirksam behandeln.
Wir von der Praxis JUST KFO sind Experten für die Behandlung einer CMD. Zusätzlich zur massgenauen Anfertigung von Schienen und Aufbissen arbeiten wir häufig mit Spezialisten der manuellen und der osteopathischen Medizin zusammen.
Sollte die Kieferorthopädie keine Gründe für die Kieferschmerzen ausmachen, dann ist der Besuch eines HNO-Arztes sinnvoll. Auch ein Neurologe kann helfen, die Ursache für die Probleme zu finden.
Sollte die Ursache Ihrer Schmerzen im Kiefer regelmäßiger Stress sein, dann ist die Reduzierung des Stresses die optimale Lösung.
Zunächst sollten Sie analysieren, worin der Grund für den erhöhten Stress besteht. In vielen Fällen ist die Ursache schnell ausgemacht, in anderen ist die Ursachenforschung tiefergehend.
Neben der Beseitigung der Stressquelle helfen bei der Bewältigung zum Beispiel Entspannungsübungen. Viele Menschen finden in Yoga ihre Erfüllung, andere schwören auf Meditation. Welche Methode für Sie zielführend ist, finden Sie am besten selbst heraus. Auch eine psychologische Unterstützung kann helfen, den Stress zu bewältigen.
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Häufig gestellte Fragen zu Kiefergelenkschmerzen
Was kann ich sofort selbst gegen Kiefergelenkschmerzen tun?
Kurzfristig helfen oft weiche Kost, bewusstes Entspannen der Kiefermuskulatur und Wärme, etwa in Form eines warmen Tuchs. Vermeiden Sie sehr harte oder zähe Speisen und starkes Zusammenpressen der Zähne. Bei akuter Reizung kann auch Kälte lindernd wirken – probieren Sie aus, was Ihnen guttut.
Wann sollte ich mit Kieferschmerzen ärztlichen Rat einholen?
Ärztlichen Rat sollten Sie einholen, wenn die Schmerzen plötzlich stark auftreten, länger anhalten oder mit Schwellung, Rötung, eingeschränkter Mundöffnung oder Ohrbeschwerden einhergehen. Halten Beschwerden länger als etwa zwei bis drei Wochen an, ist eine fachliche Abklärung sinnvoll.
Welche Fachrichtung behandelt Kiefergelenkschmerzen?
Erste Ansprechpartner sind auf Funktionsstörungen (CMD) spezialisierte Kieferorthopädinnen und Kieferorthopäden sowie Zahnärztinnen und Zahnärzte. Je nach Ursache arbeiten wir interdisziplinär mit Physiotherapie, HNO oder Orthopädie zusammen.
Hängen Kiefergelenkschmerzen mit Stress und Zähneknirschen zusammen?
Häufig ja. Stress führt oft zu unbewusstem Zähnepressen oder nächtlichem Knirschen, was Kaumuskulatur und Kiefergelenk überlastet. Eine Aufbissschiene kann die Zähne schützen und die Muskulatur entlasten, beseitigt aber nicht die Ursache – begleitend sind Entspannung und Stressabbau wichtig.
Welche langfristigen Lösungen gibt es?
Je nach Befund reichen die Möglichkeiten von einer individuell angepassten Schiene über gezielte Übungen und Physiotherapie bis – in ausgewählten Fällen – zur Korrektur einer zugrunde liegenden Fehlstellung. Dabei gilt: Zuerst kommen immer schonende, umkehrbare Maßnahmen. Grundlage ist eine sorgfältige Funktionsanalyse, auf der wir einen auf Sie zugeschnittenen Behandlungsplan aufbauen.

Dr. Julia Steinmaier
Fachzahnärztin für Kieferorthopädie. Inhaberin von JUST KFO in Köln, gefragte Referentin und Autorin, die regelmäßig in Fachpublikationen und Medien auftritt.
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Fachlich geprüft von Dr. med. dent. Julia Steinmaier, Fachzahnärztin für Kieferorthopädie · Zuletzt geprüft am 24.06.2026
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