Dieses Behandlungsbeispiel zeigt, wie sich CMD-Beschwerden mit einer digital geplanten, individuell gefertigten Okklusionsschiene lindern lassen.
Anonymisierte Darstellung einer realen, von unserer Praxis fachlich publizierten Behandlung.
Kiefer- und Gesichtsschmerzen, Knacken beim Öffnen, morgens ein verspannter Nacken: Hinter diesem Beschwerdebild steckt häufig eine craniomandibuläre Dysfunktion. Dieses Behandlungsbeispiel zeigt, wie wir in unserer Praxis in Köln eine Patientin mit einer im eigenen Meisterlabor gefertigten Schiene begleitet haben – vom digitalen Scan bis zur Feinjustierung.
Die Ausgangssituation
Eine Patientin kam mit wiederkehrenden Kiefer- und Gesichtsschmerzen, morgendlichem Kieferknacken und Verspannungen im Nacken zu uns. Nachts knirschte sie mit den Zähnen – ein typisches Bild einer craniomandibulären Dysfunktion (CMD), bei der Kiefergelenk und Kaumuskulatur aus dem Gleichgewicht geraten sind.
Die Diagnostik: digital statt Abdruck
Statt eines klassischen Abdrucks haben wir das Kausystem vollständig digital erfasst: Intraoralscan, Funktionsanalyse und digitale Kiefergelenkvermessung. So ließ sich präzise bestimmen, wo die Fehlbelastung entsteht und wie eine Schiene die Kiefergelenke gezielt entlasten muss.
Die Behandlung mit individueller Okklusionsschiene
Auf Basis der digitalen Planung fertigte unser praxiseigenes Meisterlabor eine individuelle Okklusionsschiene – passgenau und auf die Belastungssituation der Patientin abgestimmt. In mehreren kurzen Kontrollterminen wurde die Schiene feinjustiert. Dieselbe Schienen- und Laborkompetenz setzen wir übrigens auch bei Schnarchen & Schlafapnoe ein.
Das Ergebnis
Nach wenigen Wochen ließen die Schmerzen deutlich nach, das Kieferknacken wurde seltener, und die nächtliche Anspannung ging spürbar zurück. Die Patientin trägt die Schiene weiterhin zur Stabilisierung – bei deutlich mehr Lebensqualität.
Warum wir diesen Fall zeigen
Er zeigt, dass sich CMD-Beschwerden mit einer sauber geplanten, individuell gefertigten Schiene oft schonend lindern lassen – ohne vorschnelle, invasive Eingriffe. Voraussetzung ist eine gründliche Funktionsdiagnostik. Mehr dazu auf unserer Seite zur CMD-Schmerztherapie in Köln. Die fachliche Grundlage beschreibt unsere Fachpublikation Digitale Okklusionsschienen bei CMD.
- Arbeitsgemeinschaft der Wissenschaftlichen Medizinischen Fachgesellschaften (2026). S3-Leitlinie: Diagnostik und Behandlung von Bruxismus. AWMF-Registernr. 083-027, Version 2.1 (Januar 2026). register.awmf.org/de/leitlinien/detail/083-027
- Al-Ani, M. Z., Davies, S. J., Gray, R. J. M., Sloan, P., & Glenny, A.-M. (2004). Stabilisation splint therapy for temporomandibular pain dysfunction syndrome. Cochrane Database of Systematic Reviews, (1), CD002778. https://doi.org/10.1002/14651858.CD002778.pub2
- Schupp, W., Funke, J., & Haubrich, J. (2020). Der digitale Workflow in der In-Office-Alignertherapie. Informationen aus Orthodontie & Kieferorthopädie, 52(4), 289–300. https://doi.org/10.1055/a-1241-9967
Häufig gestellte Fragen zur CMD-Schiene
Was ist eine CMD- bzw. Aufbissschiene?
Eine individuell gefertigte Schiene, die Kiefergelenke und Kaumuskulatur entlastet, Fehlbelastungen ausgleicht und die Zähne vor nächtlichem Knirschen (Bruxismus) schützt. Sie wird meist nachts getragen.
Hilft eine Schiene wirklich gegen Kieferschmerzen und Knacken?
Bei muskulär und okklusal bedingter CMD ist die Schienentherapie eine bewährte, wenig invasive Erstmaßnahme. Entscheidend ist, dass die Schiene nach genauer Funktionsanalyse geplant und regelmäßig kontrolliert und nachjustiert wird.
Wie lange muss ich die Schiene tragen?
Das ist individuell. Häufig bringt schon das nächtliche Tragen über einige Wochen deutliche Besserung; zur Stabilisierung wird die Schiene oft längerfristig weitergetragen.
Was passiert nach der Schienentherapie?
Nach drei bis sechs Monaten wird überprüft, ob die Beschwerden zurückgegangen sind. Häufig genügt es dann, die Schiene nachts weiterzutragen. Trägt der Zusammenbiss selbst wesentlich zur Fehlbelastung bei, kann die gefundene Kieferposition anschließend dauerhaft im eigenen Biss verankert werden – etwa, indem die Zähne mit Alignern so eingestellt werden, dass sie diese Position von selbst stützen.
Übernimmt die Krankenkasse die Kosten?
Bei medizinisch begründeter Funktionsstörung beteiligen sich gesetzliche und private Kassen je nach Diagnose und Tarif häufig an einer funktionstherapeutischen Schiene. Wir klären das im Beratungsgespräch transparent mit Ihnen.

Dr. Julia Steinmaier
Fachzahnärztin für Kieferorthopädie. Inhaberin von JUST KFO in Köln, gefragte Referentin und Autorin, die regelmäßig in Fachpublikationen und Medien auftritt.
Zur Vita →Verwandte Beiträge
Diese Blog-Beiträge könnten Sie ebenfalls interessieren.
Fachlich geprüft von Dr. med. dent. Julia Steinmaier, Fachzahnärztin für Kieferorthopädie · Zuletzt geprüft am 20.08.2026
Ihr Kieferorthopäde Köln!
Vereinbaren Sie Ihre unverbindliche Beratung bei JUST KFO – Dr. Steinmaier & Kollegen in Köln.