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Retainer in Köln – Arten, Kosten, Tragedauer & Pflege

Nur ein stabiles Ergebnis ist auch ein gutes Ergebnis: Ein Retainer hält Ihre Zähne nach der Behandlung dauerhaft in ihrer neuen Position – als unsichtbarer Draht hinter den Zähnen oder als herausnehmbare Schiene für die Nacht.

FOCUS Gesundheit – Regionale Empfehlung 2026: Dr. Julia Steinmaier, Kieferorthopädin Köln
Kieferorthopaede Koeln - JUST KFO - Dr. Steinmaier + Kollegen - Invisalign Kinder + Jugendliche
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Auf einen Blick

Ein Retainer hält die Zähne nach der Behandlung dauerhaft in ihrer neuen Position – als festsitzender Draht hinter den Zähnen oder als herausnehmbare Schiene.

Nahezu unsichtbar: dünner Draht hinter den ZähnenAlternative: herausnehmbare SchieneKosten: herausnehmbar ca. 250–400 €, festsitzend ca. 400–600 €Kasse: in der Regel privat; bei Kindern und Jugendlichen mit Kassenbehandlung bis zu zwei Jahre Kassenleistung möglichTragedauer: erste 6–12 Monate täglich, danach nachts – langfristig
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8.500+abgeschlossene Aligner-Behandlungen
Eigenes MeisterlaborRetainer Made in Köln
1 Beratung2 Anpassung3 Kontrolle
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Ein Retainer hält Ihre Zähne nach der Zahnspange in der neuen Position – als dünner Draht hinter den Frontzähnen oder als herausnehmbare Schiene für die Nacht. Ohne ihn neigen die Zähne dazu, zurückzuwandern – am stärksten in den ersten Monaten und besonders die unteren Schneidezähne. Herausnehmbare Retainer kosten bei uns meist etwa 250–400 €, festsitzende etwa 400–600 €. In der Regel sind Retainer eine Privatleistung; bei Kindern und Jugendlichen mit Kassenbehandlung kann die gesetzliche Krankenkasse die Retention bis zu zwei Jahre übernehmen. Getragen wird er langfristig – wie lange genau, welche Art zu Ihnen passt und was Sie tun, wenn er sich löst, steht hier.

Warum ein Retainer nach der Zahnspange nötig ist

Zähne sind nicht fest im Kiefer „einbetoniert“. Sie stehen in einem elastischen Faserapparat, der nach einer Behandlung Zeit braucht, um sich an die neue Stellung zu gewöhnen. Gerade im direkten Anschluss an die aktive Behandlung ist die Rückstelltendenz am größten – aber auch Jahre später, ein Leben lang, wirken Kräfte auf die Zähne: die Spannung der Kaumuskulatur, der Druck von Lippen, Wangen und Zunge, die Rückstellkräfte des Zahnhalteapparats und das natürliche Altern des Gebisses.

Ohne Retention kommt es deshalb häufig zu sogenannten Rezidiven – also zu einer erneuten Zahnwanderung.1 Das gilt nach einer festen Zahnspange genauso wie nach einer Korrektur mit durchsichtigen Alignern. Auch Menschen, die nie kieferorthopädisch behandelt wurden, bekommen mit den Jahren engere Frontzähne: Die Zahnbögen verengen sich im Erwachsenenalter um bis zu drei Millimeter. Ein Retainer hält dieser natürlichen Wanderung entgegen.

Kurz gesagt: Ohne Retainer kein langfristiger Behandlungserfolg. Die Retention ist kein Anhängsel, sondern der letzte Behandlungsschritt – der Kern der Nachbehandlung nach der Zahnspange. Zum Ende Ihrer Behandlung legen wir gemeinsam fest, welche Lösung für Sie passt.

Retention – Beispiele

Kieferorthopaede Koeln - JUST KFO - Dr. Steinmaier + Kollegen - Retention - Retainer
Festsitzender Retainer im Oberkiefer
Kieferorthopaede Koeln - JUST KFO - Dr. Steinmaier + Kollegen - Retention - Retainer
Festsitzender Retainer im Unterkiefer
Kieferorthopaede Koeln - JUST KFO - Dr. Steinmaier + Kollegen - Retention
Stabilisierungsschiene für die Nacht im Unterkiefer
Kieferorthopaede Koeln - JUST KFO - Dr. Steinmaier + Kollegen - Retentionsschiene
Stabilisierungsschiene für die Nacht im Ober- und Unterkiefer

Welche Arten von Retainern gibt es?

Ein Retainer (Retentionsgerät) stabilisiert die Zahnstellung nach Abschluss einer Behandlung. Es gibt zwei Bauarten – und oft ist die Kombination aus beiden die stabilste Lösung.

Festsitzender Retainer (Lingualretainer)

Ein dünner Draht aus Edelstahl oder einer Goldlegierung wird mit Kunststoff auf der Innenseite der Frontzähne befestigt – meist im Unterkiefer, oft auch im Oberkiefer. Von außen ist er unsichtbar, und er arbeitet rund um die Uhr, ohne dass Sie daran denken müssen. Nach der Korrektur ausgeprägter Fehlstellungen setzen wir ihn häufig ein, weil das Rückfallrisiko dort als besonders hoch gilt.1

Vorteile: dauerhafte Stabilisierung · von außen unsichtbar · kein Vergessen möglich.
Zu beachten: sorgfältige Mundhygiene, weil sich am Draht Plaque und Zahnstein bilden können · regelmäßige Kontrolle in der Praxis · gelegentlich löst sich eine Klebestelle (siehe Retainer gelöst?).

Herausnehmbarer Retainer (Retentionsschiene)

Eine individuell angepasste Schiene aus transparentem Kunststoff – oder ein Hawley-Retainer mit Draht und Gaumenplatte. In den ersten Monaten nach der Behandlung wird sie ganztags getragen, danach nur noch nachts, dann aber langfristig. Auch der letzte Aligner einer Aligner-Behandlung kann diese Aufgabe übernehmen.

Vorteile: leicht zu reinigen · zum Essen und Putzen herausnehmbar · auch nach kleineren Korrekturen geeignet.
Zu beachten: Die Tragedisziplin entscheidet – eine Schiene in der Schublade hält keine Zähne · durchsichtige Tiefziehschienen nutzen sich mit der Zeit ab und werden ersetzt.

Gut zu wissen: Im direkten Vergleich hielten durchsichtige Tiefziehschienen und Hawley-Retainer die Zähne nahezu gleich gut – der gemessene Unterschied lag bei 0,01 Millimetern. Und zwischen einer ganztags getragenen Schiene und einem festen Retainer lag der Unterschied bei 0,6 Millimetern, unterhalb der Schwelle, ab der Fachleute von einem bedeutsamen Unterschied sprechen.1

Wie lange muss ein Retainer getragen werden?

Die ehrliche Antwort: so lange wie möglich, im Frontzahnbereich idealerweise dauerhaft. Die ersten 6–12 Monate nach der Zahnspange sind die kritische Phase – hier ist das Rückfallrisiko am höchsten. Danach verschieben sich Zähne langsamer, aber sie hören nicht auf.

Was das für die beiden Arten heißt: Ein festsitzender Retainer bleibt mehrere Jahre, oft dauerhaft. Eine herausnehmbare Schiene wird anfangs täglich getragen, später meist nur noch nachts. Fachleute empfehlen eine langfristige, häufig lebenslange Retention1 – und in einer Befragung bevorzugten rund 84 Prozent der Kieferorthopädinnen und Kieferorthopäden bei festsitzenden Retainern eine dauerhafte Retention.4 Halten Sie sich an Ihre Trageanweisung; wenn das im Alltag nicht klappt, sagen Sie uns Bescheid, dann finden wir eine Lösung.

Was passiert, wenn kein Retainer getragen wird?

Wird der Retainer weggelassen oder unregelmäßig getragen, wandern die Zähne zurück – manchmal kaum merklich, manchmal innerhalb weniger Monate so deutlich, dass Engstände oder Lücken entstehen und im ungünstigen Fall eine erneute Behandlung nötig wird. Viele dieser Rückfälle wären vermeidbar, allein durch konsequente Stabilisierung.

Auch mit Retainer sind Bewegungen nicht völlig ausgeschlossen: Bei einer Nachuntersuchung von 1.026 Patientinnen und Patienten nach zweijähriger kontrollierter Retention zeigten rund vier Prozent im Unterkiefer und rund sechs Prozent im Oberkiefer sichtbare Zahnbewegungen trotz festem Retainer.3 Deshalb kontrollieren wir den Sitz regelmäßig – die erste Kontrolle etwa 4–6 Wochen nach dem Entfernen der Zahnspange, danach alle 6–12 Monate.

Pflege: Zähneputzen, Zahnseide und Kontrolle mit Retainer

Beim festsitzenden Retainer ist die Pflege der eine Punkt, der wirklich Aufmerksamkeit braucht. Wir empfehlen:

  • weiche Zahnbürste und sorgfältiges Putzen entlang des Drahts
  • Interdentalbürsten oder Zahnseide mit Einfädelhilfe, vorsichtig zwischen die Zähne und um den Draht geführt
  • regelmäßige professionelle Zahnreinigung
  • Kontrolltermine in der Praxis

Eine Auswertung von 29 Studien kam zu dem Ergebnis, dass feste Retainer mit gesundem Zahnfleisch vereinbar sind – wenn die Reinigung stimmt. Herausnehmbare Schienen reinigen Sie täglich unter fließendem Wasser mit einer weichen Bürste; Reinigungstabletten helfen gegen Beläge. Wenn die Schiene nicht im Mund ist, gehört sie in ihre Dose – nicht in die Serviette.

Was Sie besser meiden: klebrige oder harte Lebensmittel wie Kaugummi, Karamell und harte Nüsse, knusprige Krusten und Chips, stark Zuckerhaltiges. Nach dem Essen gründlich putzen und spülen. Wie Sie eine feste Zahnspange sauber halten, steht im Beitrag Wie reinigt man eine feste Zahnspange?

Retainer bei Erwachsenen

Bei Erwachsenen ist die Retention noch wichtiger als bei Jugendlichen: Der Zahnhalteapparat passt sich langsamer an, und die natürliche Alterswanderung der Frontzähne kommt hinzu. Gerade nach Aligner-Behandlungen oder Korrekturen im Frontzahnbereich sichert ein individuell angepasster Retainer das Ergebnis. Mehr zur Behandlung im Erwachsenenalter auf unserer Seite Kieferorthopädie für Erwachsene.

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Was kostet ein Retainer – und zahlt die Krankenkasse?

Zur Orientierung: Eine herausnehmbare Retentionsschiene kostet meist etwa 250–400 €, ein festsitzender (geklebter) Retainer etwa 400–600 €, weil der Draht individuell angepasst wird. Geht ein Retainer verloren oder bricht er, fällt für den Ersatz erneut ein Betrag in dieser Größenordnung an – das Wiederbefestigen einer gelösten Klebestelle ist deutlich günstiger, wenn es früh geschieht.

Krankenkasse

Bei Erwachsenen und bei privater Behandlung ist die Retention eine Privatleistung; eine Zahnzusatzversicherung beteiligt sich je nach Tarif. Bei Kindern und Jugendlichen, deren Behandlung die gesetzliche Krankenkasse trägt, kann die Retention bis zu zwei Jahre nach Ende der aktiven Behandlung zur Kassenleistung dazugehören. Einen festsitzenden Retainer an den unteren Frontzähnen kann die Kasse übernehmen, wenn vor der Behandlung ein ausgeprägter Engstand (KIG E3 oder E4) vorlag. Privat bleiben zum Beispiel ein festsitzender Retainer ohne diese Voraussetzung, etwa im Oberkiefer, Ersatz nach Verlust sowie die Retention über die zwei Jahre hinaus. Welche Kosten in Ihrem Fall anfallen, besprechen wir vor Behandlungsbeginn mit Ihnen. Sie erhalten die Kosten schriftlich, nicht erst mit der Rechnung. Einen Vergleich aller Schienenarten finden Sie in unserem Beitrag Was kostet eine Zahnschiene?

Wie Krankenkasse, private Versicherung, Beihilfe und die zinsfreie Ratenzahlung zusammenhängen, steht in unserer Kostenübersicht.

Retainer gelöst, gebrochen oder Zähne verschoben? Was jetzt zu tun ist

Ein gelöster Retainer ist kein Notfall im medizinischen Sinn – aber er ist zeitkritisch. Diese fünf Punkte helfen sofort weiter.

Nicht selbst nachhelfen

Bitte am Draht nicht biegen, ziehen oder ihn abschneiden. Ein verbogener Retainer bewegt Zähne in die falsche Richtung, und ein abgeschnittener lässt sich nicht wieder ansetzen – aus einer kleinen Klebestelle wird dann eine Neuanfertigung.

Scharfe Kante abdecken

Steht ein Drahtende vor und reizt Zunge oder Wange, hilft ein kleines Stück kieferorthopädisches Wachs aus der Apotheke. Das überbrückt die Zeit bis zum Termin, ersetzt ihn aber nicht.

Warum es eilt

Der Retainer hält das Behandlungsergebnis. Löst sich eine Klebestelle, verlieren genau die Zähne ihre Führung, die am stärksten zum Zurückwandern neigen – die unteren Frontzähne. Innerhalb weniger Wochen ist die Verschiebung sichtbar. Wird früh geklebt, genügt meist die Wiederbefestigung; wartet man zu lange, muss die Stellung erst wieder korrigiert werden.

Zähne haben sich trotz Retainer verschoben

Fällt Ihnen auf, dass ein Frontzahn wieder schräg steht, obwohl der Retainer sitzt, ist meist eine Klebestelle unbemerkt gelöst oder der Draht hat sich verformt – Klebestellen lösen sich bei einem erheblichen Teil der Behandelten im Lauf der Zeit mindestens einmal.2 Kommen Sie zur Kontrolle: Kleine Verschiebungen lassen sich oft mit einer neuen Schiene oder wenigen Alignern zurückholen, ohne komplette Neubehandlung.

Termin vereinbaren

Melden Sie sich telefonisch unter 0221 – 93 53 02 0 und schildern Sie kurz, was passiert ist – dann finden wir einen zeitnahen Termin. Was bei anderen Zwischenfällen mit Zahnspange und Retainer zu tun ist, steht in unserer Ersten Hilfe bei Problemen mit der Zahnspange.

Häufig gestellte Fragen zum Retainer

Tippen Sie auf eine Frage, um die Antwort aufzuklappen.

Welche Arten von Retainern gibt es?

Retainer halten die Zähne nach der Behandlung in ihrer neuen Position und verhindern ein Zurückwandern. Es gibt zwei Hauptarten:

  • Fester (lingualer) Retainer: ein dünner Draht auf der Zahnrückseite – unsichtbar, stört nicht beim Sprechen oder Essen und bleibt oft mehrere Jahre. Bei mangelnder Mundhygiene können sich Plaque und Zahnstein bilden.
  • Herausnehmbarer Retainer: aus Kunststoff (ggf. mit Draht), individuell angepasst und leicht entnehmbar. Zwei Typen: Hawley-Retainer (Draht plus Gaumenplatte, langlebig und gut anpassbar) und vakuumgeformte Retainer (VFR) aus dünnem, durchsichtigem Kunststoff (ästhetisch, nutzen sich aber mit der Zeit ab).

Tragezeit und Pflege: Herausnehmbare Retainer werden anfangs rund um die Uhr, später nur nachts getragen; feste bleiben meist mehrere Jahre. Reinigen Sie herausnehmbare täglich unter fließendem Wasser mit weicher Bürste; bei festen hilft eine sorgfältige, am besten professionelle Reinigung. Im direkten Vergleich hielten durchsichtige Tiefziehschienen und Hawley-Retainer die Zähne nahezu gleich gut in Position – der gemessene Unterschied lag bei 0,01 Millimetern.

Wie lange muss man einen Retainer tragen?

Wie lange hängt vom Fall, der Art der Korrektur und der Empfehlung der Praxis ab. In den ersten Monaten nach der Zahnspange wird der Retainer täglich getragen, danach oft nur noch nachts – häufig auch langfristig, damit die Zähne in Position bleiben. Halten Sie sich an die Trageanweisung, um das Ergebnis dauerhaft zu sichern. Ausführlich im Abschnitt Wie lange muss ein Retainer getragen werden?

Ohne Retention verschieben sich Zähne häufig wieder; Studien empfehlen eine langfristige, oft dauerhafte Retentionsphase.1

Ist ein Retainer wirklich notwendig?

Ja, meist schon. Nach einer Zahnkorrektur müssen die Zähne in ihrer neuen Position gehalten werden, sonst wandern sie allmählich zurück und die ursprüngliche Fehlstellung kommt wieder. Der Retainer verhindert das. Befolgen Sie deshalb die Empfehlungen zur Retention. Auch bei Menschen, die nie kieferorthopädisch behandelt wurden, verengen sich die Zahnbögen im Erwachsenenalter um bis zu drei Millimeter und die Frontzähne stehen mit den Jahren enger – ein Retainer hält dieser natürlichen Wanderung entgegen.

Wie viel kostet ein Retainer?

Die Kosten hängen von Art, Region und Anbieter ab. Ein herausnehmbarer Retainer ist meist günstiger (etwa 250–400 €), ein festsitzender etwas teurer (etwa 400–600 €), da der Draht individuell angepasst wird. Für einen Ersatz nach Verlust oder Bruch fällt erneut ein Betrag in dieser Größenordnung an. Die genauen Kosten für Ihren Fall nennen wir Ihnen gern.

Ist ein Retainer schädlich?

Fachgerecht angepasst, richtig getragen und regelmäßig kontrolliert gilt ein Retainer als gut verträglich. Mögliche, meist harmlose Begleiterscheinungen:

  • Mundtrockenheit bei herausnehmbaren Retainern
  • vorübergehende Zahnempfindlichkeit nach dem Einsetzen eines festen Retainers
  • leichte Reizung der Mundschleimhaut
  • Plaque- und Bakterienaufbau bei mangelnder Reinigung

Diese Punkte lassen sich durch gute Pflege und das Befolgen der Anweisungen vermeiden. Bei Problemen sprechen Sie uns an. Bei einer Auswertung von 3.500 Behandlungsfällen traten unerwünschte Zahnbewegungen unter einem festen Retainer im Unterkiefer bei rund einem Prozent der Patientinnen und Patienten auf.

Welche Nachteile hat ein Retainer?

Ein Retainer ist sehr sicher. Als Nachteile gelten vor allem der etwas höhere Reinigungsaufwand (Zahnseide mit Einfädelhilfe), gelegentlich ein sich lösender Draht sowie – bei Vernachlässigung der Pflege – Zahnstein. Gesundheitliche Risiken sind bei korrekter Anbringung und regelmäßiger Kontrolle gering. Bei einem festen Retainer löst sich mit der Zeit häufig einmal eine Klebestelle: In einer Zusammenfassung von 31 Studien war das bei rund 28 Prozent der Behandelten der Fall – deshalb kontrollieren wir den Retainer regelmäßig, und langfristig bleiben die allermeisten Retainer erhalten.

Welche Krankenkasse zahlt Retainer?

Retainer sind in der Regel eine Privatleistung. Bei Kindern und Jugendlichen mit Kassenbehandlung kann die gesetzliche Krankenkasse die Retention bis zu zwei Jahre nach der aktiven Behandlung übernehmen. Ein festsitzender Retainer an den unteren Frontzähnen kann bei ausgeprägtem Engstand (KIG E3/E4) ebenfalls Kassenleistung sein. Zahnzusatzversicherungen erstatten je nach Tarif teilweise oder ganz; prüfen Sie die Bedingungen direkt bei Ihrer Versicherung. Zur Orientierung: Herausnehmbare Retentionsschienen kosten meist etwa 250–400 €, festsitzende (geklebte) Retainer etwa 400–600 € – Einzelheiten im Abschnitt Kosten und Krankenkasse.

Was passiert, wenn man den Retainer nicht trägt?

Trägt man den Retainer nicht, können die Zähne allmählich in ihre alte Position zurückwandern – die Korrektur verschlechtert sich. Wie stark, ist individuell: mal kaum merklich, mal so deutlich, dass eine erneute Behandlung nötig wird. Tragen Sie den Retainer wie empfohlen; geht das aus einem Grund nicht, sagen Sie uns Bescheid, dann finden wir eine Lösung. In den ersten 6–12 Monaten nach der Behandlung ist das Rückfallrisiko am höchsten.

Können sich die Zähne trotz Retainer verschieben?

Ja, das ist möglich. Der Retainer stabilisiert die Zähne, kann eine Bewegung aber nicht völlig ausschließen – etwa wenn er durch starkes Beißen, harte Nahrung oder Verletzungen beschädigt wird oder mit der Zeit abnutzt. Lassen Sie ihn regelmäßig kontrollieren und bei Beschädigung zügig ersetzen, und tragen und pflegen Sie ihn wie empfohlen. Bei einer Nachuntersuchung von 1.026 Patientinnen und Patienten nach zweijähriger kontrollierter Retention zeigten rund vier Prozent im Unterkiefer und rund sechs Prozent im Oberkiefer sichtbare Zahnbewegungen trotz eines festen Retainers – deshalb kontrollieren wir ihn regelmäßig.

Kann man trotz Retainer Zahnseide benutzen?

Ja – Zahnseide ist sogar wichtig, um Zähne und Retainer frei von Plaque zu halten. Führen Sie sie vorsichtig zwischen die Zähne und sanft um den Retainer, ohne grobe Bewegungen, damit er nicht beschädigt wird. Spezielle Zahnseide für kieferorthopädische Geräte erleichtert das – wir zeigen Ihnen gern die richtige Technik. Eine Auswertung von 29 Studien kam zu dem Ergebnis, dass feste Retainer mit gesundem Zahnfleisch grundsätzlich vereinbar sind.

Was ist besser: Retainer oder Schiene?

Das hängt vom Zweck ab. Ein Retainer stabilisiert die Zähne nach einer Zahnspange in ihrer Position; er kann fest oder herausnehmbar und – als fester Retainer innen – unsichtbar sein. Eine Schiene dient meist der Behandlung von Kiefergelenkbeschwerden, ist aus transparentem Kunststoff und leicht herausnehmbar. Beide haben Vor- und Nachteile – was für Sie passt, klären wir in der Beratung. Im direkten Vergleich lag der Unterschied in der Zahnstellung zwischen einer ganztags getragenen durchsichtigen Schiene und einem festen Retainer bei 0,6 Millimetern und damit unter der Schwelle, ab der Fachleute von einem bedeutsamen Unterschied sprechen.

Was darf man mit einem Retainer nicht essen?

Manche Lebensmittel können den Retainer beschädigen oder lösen – besser meiden:

  • klebrige oder harte Sachen wie Kaugummi, Karamell, Bonbons oder harte Nüsse
  • knusprige Sachen wie Popcorn, harte Brötchen oder Chips
  • stark Zuckerhaltiges, das mit Retainer das Kariesrisiko erhöht

Putzen und spülen Sie nach dem Essen gründlich. Bei Beschädigung oder Abnutzung den Retainer zügig ersetzen lassen.

Sollte man den Retainer entfernen lassen?

Üblicherweise nicht – ein Retainer ist auf langfristiges Tragen ausgelegt, damit das Ergebnis stabil bleibt. Entfernen lassen sollte man ihn nur in bestimmten Fällen, etwa wenn er beschädigt oder abgenutzt ist und ersetzt werden muss, Schmerzen verursacht oder eine erneute Behandlung ansteht. Bei Fragen oder Beschwerden sprechen Sie uns an. Zur Nachsorge: Die erste Kontrolle erfolgt etwa 4–6 Wochen nach dem Entfernen der Zahnspange, danach alle 6–12 Monate.

Kann ein normaler Zahnarzt Retainer kleben?

Kleben kann das auch ein Zahnarzt – empfehlenswert ist es aber beim Kieferorthopäden: Er hat die Erfahrung in Anpassung und Platzierung von Retainern, beurteilt den Fall genau und empfiehlt die passende Variante. Für ein dauerhaft stabiles Ergebnis ist die kieferorthopädische Betreuung die sicherere Wahl. In einer Befragung unter Kieferorthopädinnen und Kieferorthopäden bevorzugten rund 84 Prozent bei festsitzenden Retainern eine dauerhafte Retention – für Anpassung, Kontrolle und Reparatur ist der Kieferorthopäde jedoch die erfahrenere Adresse.

Kann ich mit einem Retainer normal essen und sprechen?

Ein festsitzender Retainer ist von außen nicht sichtbar und stört nach kurzer Eingewöhnung weder beim Sprechen noch beim Essen. Herausnehmbare Retainer nehmen Sie zum Essen heraus, was die Pflege erleichtert. Bei beiden gilt: Zahnstein und Entzündungen vermeidet, wer den Retainer sauber hält.

Wie pflege ich meinen Retainer richtig?

Festsitzende Retainer brauchen sorgfältiges Putzen, Interdentalbürsten oder Zahnseide mit Einfädelhilfe und regelmäßige professionelle Reinigung. Herausnehmbare Schienen reinigen Sie täglich mit weicher Bürste und Wasser, bei Bedarf mit Reinigungstabletten, und bewahren sie in der Dose auf.

Quellen & Studien zu Retainern

Quellen:

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  • Meade, M. J., & Millett, D. T. (2013). Retention protocols and use of vacuum-formed retainers among specialist orthodontists. Journal of Orthodontics, 40(4), 318-325. DOI: doi:10.1179/1465313313y.0000000066
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